Unterwegs in der Steinzeit mit den Mammutjägern ‼️

Im dritten Band aus dem Zyklus „Die Kinder der Erde“ treffen Ayla und Jondalar auf die Mammutjäger, die wie sie zur Gruppe der Cro-Magnon-Menschen gehören. Sie werden von dem Stamm als vollwertige Mitglieder aufgenommen. Das Schicksal scheint ihnen endlich gewogen, doch Ayla steht plötzlich zwischen zwei Männern … (Verlagsinfo)

Endlich! Band drei der Ayla-Saga hatte ich bei seinem Erscheinen sehnsüchtig erwartet. Und in einem Rutsch verschlungen. Ebenso ging es mir jetzt, als ich ihn nach vielen Jahren nochmals gelesen habe.

Handlung

Ayla verlässt mit Jondalar und dem gezähmten Wildpferd Winnie das Tal der Pferde, in dem sie jahrelang alleine gelebt hatte, nachdem der Clan des Bären sie ausgestoßen hatte. (Siehe Band 1 und 2). Auf einem Ausflug begegnen sie Mamutoi. Ayla lernt zum ersten Mal weitere Menschen ihrer Art kennen. Denn ihre Zieheltern waren Neandertaler. Die Mamutoi sind moderne Menschen: langbeinig, mit hoher Stirn und großer Intelligenz.

Alya und ihr Gefährte Jondalar werden von den Mammutjägern unter der Führung des hünenhaften Talut freundlich aufgenommen. Auch wenn sie mit einem starken Akzent spricht. Daran gewöhnen sich die Mamutoi schnell. Größeres Unbehagen bereitet einigen, dass sie von den „Flachköpfen“ aufgezogen wurde. Aber in der Gruppe lebt ein Kind von gemischten Geistern: Rynac, der von ihnen aufgenommen wurde. Und auch Ayla wird von der Gruppe aufgenommen, ja sie wird von Mamut, dem Medizinmann der Gruppe, adoptiert.

Cover der ersten deutschen Ausgabe1985 aus dem Ullstein Verlag. Foto: Sabine Sopha

Wissenschaftliche Ergebnisse

Jetzt rückt die Lebensweise des Homo sapiens stärker in den Mittelpunkt – und seine Strategien zum Überleben in einer eisigen Welt. Interessant sind die Regeln des Zusammenlebens. Hier hat sich die Autorin stark an noch existierenden Naturvölkern orientiert. Und was sie zur Kleiderherstellung, zu den Gebräuchen für Mann- und Frau-Werdung und zur Jagd recherchiert hat, deckt sich mit den heutigen Forschungsergebnissen.

Auge in Auge mit dem Mammut

Das Mammut war ein riesiges Tier, das der Mensch nur in der Gruppe jagen konnte. Wer einem dieser Tiere einmal Aug in Aug gegenüber stehen möchte, hat dazu in zahlreichen Ausstellungen die Möglichkeit.

Auge in Auge mit einem Mammut im Museum de Höhle Cauvet in Frankreich. Foto: Sabine Sopha

Das Lonetal zwischen Stuttgart und München ist UNESCO Welterbe. Es bietet faszinierende Einblicke in 200 Millionen Jahre Erd- und Menschheitsgeschichte. 

Das Siegsdorfer Naturkunde- und Mammut-Museum verdankt seine Entstehung der Entdeckung von ca. 45.000 Jahre alten Mammut-Knochen. 

Das Mammutmuseum in Niederweningen/Schweiz gibt einen Einblick in die spektakulären eiszeitlichen Funde der Region und zeigt ein grosses Wandbild des Wehntals vor 45.000 Jahren.

Das Museum der Chauvet-Höhle in Frankreich hat eine fantastische Ausstellung.

Das Neanderthal-Museum in Mettmann hat eine hervorragend konzipierte Ausstellung.

Das Archäologische Museum Hamburg (Helmsmuseum) bietet einen Überblick über das Leben in Norddeutschland

Fazit

Die Geschichte tritt wieder in eine neue Dimension – denn Ayla trifft andere Menschen. Ausführlich werden Jagdmethoden, aber auch zwischenmenschliche Beziehungen beschrieben. So sind Liebe und Sex wieder eine wichtige Komponente. Insgesamt also: Die Mischung stimmt. Heute würde ich sagen, dass es der beste, weil ausgewogenste und vielseitigste der sechs Bände ist.

Jean M. Auel, „Ayla und die Mammutjäger“, Übersetzung Werner Peterich

1008 Seiten, 11.99 Euro, Heyne TB, VÖ 11. Mai 2002 / Erster ET 1985

Lebenswelt der Neandertaler – Szene aus dem Neanderthal-Museum in Mettmann. Foto: Sabine Sopha

Kinder-der-Erde-Zyklus:

  • 1. Ayla und der Clan des Bären (1980)
  • 2. Ayla und das Tal der Pferde (1982)
  • 3. Ayla und die Mammutjäger (1985)
  • 4. Ayla und das Tal der Großen Mutter (1990)
  • 5. Ayla und der Stein des Feuers (2002)
  • 6. Ayla und das Lied der Höhlen (2011)

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