Hier spricht der Mops

Hier spricht der Hund. Allerdings –  El-Rei Dom Joao der 28. wäre wenig erfreut, schlicht als Hund bezeichnet zu werden. Schließlich ist er von edlem Geblüt und außerdem ein Mops.

Eines Tages ereilt den Rudelkönig aus Portugal ein schweres Schicksal: Er wird in ein kaltes Land ohne jede Kultur verschleppt. In seinen Tagebüchern schildert der Mops seinem treuen Freund Alfonso die schreckliche Lage – das Leben bei einer deutschen Frau.

Wer jetzt denkt: Oh Gott, schon wieder ein Buch aus Tiersicht, kann diese Lektüre natürlich links liegen lassen. Aber ihm entgeht etwas – denn Edda Mink schöpft zum einen aus eigenen Erfahrungen (natürlich nicht als Mops sondern als Hundehalterin) und hat einen speziellen Humor. 

„Ich bin kein Hausmops“, begehrt der jetzt Schröder genannte auf. Auch das Futter schmeck ihm nicht. Ein schönes Hühnchen mit Knoblauch wäre ihm viel lieber als der Pamps aus der Dose. 

Fazit:

So vergnüglich die Schilderungen sind, sensibilisieren sie doch dafür, dass aus Hundesicht vielleicht nicht alles so perfekt im sterilen Deutschland ist.

Edda Minck,“Idioten auf zwei Pfoten – Die Mops-Tagebücher“

224 Seiten, 12.99 Euro, Goldmann Verlag, VÖ 15. November 2010

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