Erste Begegnung mit Kurt Geisler

Lesung im Kino-Center Rendsburg im April 2011

So stellt man sich einen gemütlichen Leseabend vor: Ein Platz im Ohrensessel, Licht von einer Stehlampe, auf einem Tischchen etwas zu trinken.  Im Kino-Center Rendsburg stellte Kurt Geisler seinen ersten Krimi vor.

Kurt Geisler kennt Rendsburg. Er lebt in Kiel und arbeitet als Referent für das Bildungsministerium. Und er ist seit einiger Zeit Krimiautor. „Bädersterben“ heißt sein Roman aus dem Gmeiner Verlag.

Geisler liebt nach eigener Aussage doppeldeutige Titel. Daher wird in seinem Erstling in einem Bad – in St. Peter Ording – gestorben. Helgoland und Kiel sind weitere Orte, die der Autor beschreibt. Regionales macht einen Krimi für die Einheimischen immer interessant. Und so verkauft der Gmeiner Verlag auch 80 Prozent der Geisler-Krimis in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Ausführlich schildert Geilser beispielsweise einen Fernsehabend in der Vereinskneipe des Tennisvereins Ravensberg. „Ich habe Leute mit dem Buch um das Vereinsheim laufen sehen, die wissen wollten, ob alles so ist wie beschrieben.“ Und Helgoland schildert er ganz treffend mit den Worten „…viel denkmalgeschützter Beton und städtebauliche Linien aus den Fünfzigern, die selbst das Kieler Stadtteilmonster Mettenhof in freundlicherem Licht erscheinen ließ.“

 Kurt Geisler ist auch Fotograf

Die Nordmarkhalle, der Getreidesilo am Kreishafen und das Stadttheater lichtete er in ungewohnter Perspektive ab; die Lange Anna und der Flugplatz Heide waren ebenfalls zu sehen. Die Bilder unterstrichen das Gehörte. Allerdings: Manche Beschreibung Geislers fällt sehr länglich aus. Da dürfte es gern ein bisschen spannender sein. Aber nun stellte der Kieler ja auch nur einige Passagen vor. 

Kurt Geisler. Foto: Sopha

Außerdem ist Geisler nicht der geborene Vorleser. Er liest mit typisch norddeutschen Zungenschlag. Wenn er aber ins Erzählen kommt, dann kommt Schwung in seine Darstellung. Das mag daran liegen, dass er früher seinen Kindern am Sonntag morgen aus dem Stegreif Gruselgeschichten erzählen musste. Außerdem verriet Kurt Geisler, wie er Krimiautor wurde: Weil er einen langweiligen Krimi gelesen hatte und es besser machen wollte.

Schreiben bedeutet für den Pädagogen durchaus harte Arbeit. Interessant war es für ihn, festzustellen, dass seine Figuren mit der Zeit ein Eigenleben entwickelten.

Der Verlag: www.gmeiner.de

Der Autor: http://www.kurtgeisler.de/http://www.kurtgeisler.de/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.