Spannend bis zur letzten Seite: Wem darf sie trauen?

Als Christine aufwacht, ist sie verstört: Das Schlafzimmer ist fremd, und neben ihr im Bett liegt ein unbekannter älterer Typ. Sie kann sich an nichts erinnern. Schockiert muss sie feststellen, dass sie nicht Anfang zwanzig ist, wie sie denkt sondern 47, verheiratet und seit einem Unfall vor vielen Jahren in einer Amnesie gefangen. Jede Nacht vergisst sie alles, was gewesen ist. Sie ist völlig angewiesen auf ihren Mann Ben, der sich immer um sie gekümmert hat. Doch dann findet Christine ein Tagebuch. Es ist in ihrer Handschrift geschrieben und was darin steht, ist mehr als beunruhigend. Was ist wirklich mit ihr passiert? Wem kann sie trauen, wenn sie sich nicht einmal auf sich selbst verlassen kann? (Verlagsinfo)

Der Leser schwankt in seinen Ansichten genau wie Christine. Wem kann sie trauen? Ihrem Ehemann Ben? Aber in ihrem Tagebuch findet sich der Eintrag, dass sie sich genau auf ihn nicht verlassen soll. Dabei kümmert er sich doch aufopferungsvoll um sie.

Allein dass Christine ihre Erinnerung verloren hat, ist schon beängstigend.

Stück für Stück sucht sie anhand eines von ihre geführten Tagebuchs nach ihrer Vergangenheit und der Leser begleitet sie dabei. Er hat keinen Wissensvorsprung – und das macht die Lektüre so außerordentlich spannend.

Fazit

Um es vorweg zu sagen: Das Buch kann man nicht wieder aus der Hand legen, wenn man erst mal mit dem Lesen begonnen hat. Vor allem, wenn man auf psychologisch geschickte Plots steht – und auf solche, wo sich lange nicht erahnen lässt, welchen Ausgang die Geschichte nimmt.

Stimmen zum Buch

„Schlicht und einfach der beste erste Thriller, den ich jemals gelesen habe.“ Tess Gerritsen.

„Ein tief verstörender Thriller, der die beunruhigende Frage stellt: Was bleibt, wenn du dich selbst verlierst?“ Val McDermid

S.J. Watson, „Ich.darf.nicht.schlafen“

464 Seiten, 14.95 Euro, Fischer TB, VÖ 12. August 2011

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