Zeitreise ins viktorianische London

London, 1896: Die Vergangenheit ändern, die Zukunft sehen – alles scheint möglich durch Expeditionen in die vierte Dimension. Andrew, ein wohlhabender Fabrikantensohn, reist in der Zeit zurück, um seine große Liebe vor Jack the Ripper zu retten. Claire, frustriert vom viktorianischen London, flieht dagegen in die Zukunft – und verliebt sich dort. Inspektor Garrett jagt einen Mörder, der mit Waffen tötet, die noch gar nicht erfunden wurden. Alle Fäden der Geschichte laufen zusammen bei einem dämonischen Bibliothekar. Denn nur er kennt das Geheimnis der Landkarte der Zeit. (Verlagsinfo)

Einmal durch die Zeit reisen, vergangene Jahrhunderte live erleben. Ein Traum, den H.G. Wells mit seinem Roman „Die Zeitmaschine“ packend beschreibt. Der Schriftsteller spielt auch in dem Roman des spanischen Autors Felix J. Palma eine entscheidende Rolle.

Geschickt und gekonnt verwebt Palma historische Fakten mit seiner atemberaubenden Phantasie. Doch bevor man davon in den Bann gezogen wird, muss der Leser sich an den antiquiert anmutenden Schreibstil gewöhnen. Aber es lohnt sich.

Im London des Jahres 1896 begegnen Leserin Jack the Ripper und lernt die „Agentur für Zeitreisen“ kennen. Deren Besitzer Gilliam Murray hat nicht nur entdeckt, auf welche Weise sich in die Zukunft reisen lässt, er vermarktet dies auch sehr geschickt und philosophiert über die Zusammenhänge von Zeit und Raum. Palma führt den Leser auf viel Fährten und in verschiedene Jahrhunderte. Und am Ende ist alles ganz anders als vermutet.

Fazit

Eine großartige Zeitreise, allerdings nicht immer eine ganz einfache Lektüre.

Felix J. Palma, „Die Landkarte der Zeit“

720 Seiten, 14 Euro, rororo, VÖ 1. Dezember 2011

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.