„Feuerteufel“ von Sandra Dünschede – aber wenig feurig ⭐️⭐️

Der reale Feuerteufel von Büdelsdorf hatte sich auf Mülltonnen und Container spezialisiert. In Nordfriesland ist ein Feuerteufel weitaus gefährlicher: Dort steckt jemand Reetdachhäuser in Brand. Eine ganze Serie ist es, die die Polizei in Atem hält – jedenfalls im Krimi von Sandra Dünschede.

Die Schriftstellerin, die in Risum-Lindholm bei Niebüll aufgewachsen ist, hat ihren neuesten Krimi auch wieder in ihrem Heimatdorf angesiedelt. Ob es der Kaufmann ist oder andere Ortsbeschreibungen – der Wiedererkennungseffekt ist eine wichtige Komponente in Sandras Dünschedes Büchern.

„Nordfeuer“ ist der fünfte Roman um den Rückkehrer Tom Meissner, seine Freundin Marlene und Hausmeister Haie. Letzterer hat dieses Mal besonderes Interesse daran, den Fall aufzuklären: Beim Brand in „seiner“ Schule wurde eine verkohlte Frauenleiche gefunden.

Urteil

Ein verbranntes Mädchen – das ist eine Ausgangssituation, die viel Spannung verspricht. Leider erfüllt sich diese Erwartung nicht. Zwar legt Dünschede mehrere Spuren aus; aber manchen erscheint zu vorhersehbar, anderes belanglos. Und die Hochzeit von Tom und Marlene ist ein Nebenschauplatz, der völlig deplatziert ist und vom eigentlichen Geschehen mehr ablenkt. Gegen Ende fiel es mir immer schwerer, am Ball zu bleiben…

Allerdings gelangen die Nordlichter durch die Hochzeit nach Hamburg. Doch auch der neue Schauplatz kann nicht darüber hinwegtäuschen: Es ist der bislang schwächste Nordfriesland-Krimi.

Infos über Sandra Dünschede

Sandra Dünschede, „Nordfeuer“

Seiten, 11.90 Euro, Gmeiner Verlag, VÖ 13. Februar 2012

Weitere Nordfriesland-Krimis von Sandra Dünschede

„Deichgrab“

„Nordmord“

„Friesenrache“

„Todeswatt“

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