Kräuter aus Schleswig-Holstein – bestimmen und verarbeiten ⭐️⭐️⭐️⭐️

Was wächst in norddeutschen Kräutergärten und wie kommt es am besten auf den Teller? Wild- und Küchenkräuter, die in schleswig-holsteinischen Gärten, Wiesen und Weiden schon lange zu Hause sind, lassen die heute weit verbreitete italienische Kräutermischung alt aussehen. Bärlauch, Guter Heinrich und Kapuzinerkresse glänzen im „Kräuterbuch Schleswig-Holstein“ statt Rosmarin, Thymian und Basilikum. Und auch vermeintliches Unkraut wie Brennnessel, Gänseblümchen und Wegerich kommt zu neuer Geltung. (Verlagsinfo)

Viele haben ihn im Garten. Die meisten wollen ihn ausrotten: Giersch. Denn er gilt bei den meisten Gärtnern als wucherndes Unkraut. Der Neumünsteraner Koch Karl Ress („Am Kamin“) bewies im KräuterPark Stolpe, wie sich aus dem Wildkraut eine leckere Torte zubereiten lässt. Hier im Park herrscht Gärtnerin Kerstin John. Sie steuerte ihr Wissen über Fenchel, Pfefferminze, Waldmeister und Co.  zu einem Buch bei, das auch Geschichten über Wildkräuter enthält. Diese stemmen von einem Neumünsteraner Wildnisführer und Kräuterliebhaber aus Leidenschaft – von Hartmut Moede.

Die Landfrauen – viele von ihnen selbst Kräuter-Expertinnen – haben die Rezepte ausgewählt. Wie sich mit Bohnenkraut, Brennnessel und Bärlauch schmackhafte Vorspeisen und Hauptgerichte zubereiten lassen, beweist dann Karl Ress, der die Rezepte nachgekocht hat, die schließlich von Steffi Brügge wirkungsvoll in Szene gesetzt wurden. Dass die Neumünsteranerin dies meisterhaft beherrscht, hat sie bereits in etlichen Wachholtz-Publikationen gezeigt. 

Fazit

Historische Illustrationen runden den Band ab, der ein gutes Beispiel für die Expertise schleswig-holsteinischer Kräuter-Kenner ist.

Kerstin John, Hartmut Moede, „Das Kräuterbuch Schleswig-Holstein“

120 Seiten, 16.80 Euro, Wachholtz Verlag, VÖ 2. Mai 2012

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