Missunde: Fährenlesung mit Arnd Rüskamp und Hendrik Neubauer

Musik und Matjes auf der Missunde II am 22. August 2013

Origineller und originalerLesungs- und Krimi-Schauplatz: Die Schleifähre Missunde. Arnd Rüskamp und Hendrik Neubauer lasen hier aus ihrem Buch „Tod am Strand“.

Die Idee war gewagt, der Wettergott meinte es gut mit ihnen und das Publikum kam zahlreich: Die Krimiautoren Arnd Rüskamp und Hendrik Neubauer hatten zur Lesung auf die Schleifähre Missunde eingeladen. Gut 80 Plätze waren besetzt, es gab Musik und Matjesbrötchen, die Schlei war spiegelglatt und die Luft lau. Besser konnte es gar nicht sein.

Blick von Brodersby nach Missunde: Schleiterrassen mit Fähre. Foto: Sopha

Wie kommt man auf so eine Idee? Für das Duo war sie absolut nicht abwegig, schließlich lebt ihr Kommissar Hans Rasmussen („Tod am Strand“) in den Schleiterrassen von Missunde. Allerdings gestand Arnd Rüskamp: „Es war eine Schnapsidee“. Schließlich ist die Missunde II offizielles Verkehrsmittel über den Fjord; in den Sommermonaten pendelt das Schiff bis 22 Uhr zwischen dem Angelner und Schwansener Ufer hin und her.

Daher der späte Beginn der Lesung. Punkt zehn Uhr abends machte das Schiff am Südufer (Schwansen) fest, die Gäste griffen sich weiße Plastikklappstühle von einem Anhänger und bald war die Plattform, auf der sonst die Autos Platz finden, gut gefüllt. Mücken umschwirrten die Lichtquellen, die Flagge am Fährende hing schlaff herunter. Kein Wind – eine echte Seltenheit im Land zwischen den Meeren. Aber das Publikum hatte sich dennoch gut ausgerüstet mit Windjacken und Wolldecken. Hilfreiche Hände positionierten Teelichter in Weckgläsern und der Mond leuchtete dick und rund am nachtschwarzen Himmel. Dazu spielten Anke Nissen (vom nahen Campingplatz) und Band maritime Stücke. 

Arnd Rüskamp kommt eigentlich aus dem Kohlenpott. Vor fünf Jahren hat er Essen gegen Eckernförde eingetauscht und ist begeistert. „Sogar die Rehe sind hier tiefenentspannt“, lautet seine Erfahrung mit der Tierwelt. Hendrik Neubauer ist gebürtiger Hamburger, verbringt etliche Wochen im Jahr im Norden (und vielleicht auch bald mehr). Auf jeden Fall haben die zwei Autoren viele gute Bekanntschaften geschlossen und tatkräftige Unterstützung bei der Fährenlesung, bei der Passagen aus dem Buch mit Erklärungen der Schriftsteller wechselten.

Arnd Rüskamp kommt eigentlich aus dem Kohlenpott. Vor fünf Jahren hat er Essen gegen Eckernförde eingetauscht und ist begeistert. „Sogar die Rehe sind hier tiefenentspannt“, lautet seine Erfahrung mit der Tierwelt. Hendrik Neubauer ist gebürtiger Hamburger, verbringt etliche Wochen im Jahr im Norden (und vielleicht auch bald mehr). Auf jeden Fall haben die zwei Autoren viele gute Bekanntschaften geschlossen und tatkräftige Unterstützung bei der Fährenlesung, bei der Passagen aus dem Buch mit Erklärungen der Schriftsteller wechselten.

Die Schleiterrassen: Einst Hotel, heute verlassen.

Im Buch muss Kommissar Rasmussen Zwiebeln schneiden, dazu verdonnert von Erika, Wirtin der Schleiterrassen. Sie möchte an einem Wettbewerb für das beste Matjesrezept teilnehmen. Es war diese Szene, die den ersten Teil der Lesung beendete. Und passenderweise hatte Franz Bock aus Missunde für leckere Matjesbrötchen und warmen Kartoffelsalat gesorgt, es gab Bier und Selter. Und wem Musik und Worte nicht genügten, der konnte Szenen aus dem Krimi auf Zeichnungen von Reinhard Perger anschauen.

In Missunde gibt‘s einen Schnullerbaum. Die kleinen, die dem Nuckel entsagen, können ihn hier aufhängen.

Durch die Zeichnungen, aber auch durch die Lesung an einem Ort der Handlung beginnen Fantasie und Realität zu verschmelzen. Das gefällt den Autoren, aber auch dem Publikum. Am Ende bewies dann noch Hendrik Neubauer, dass er neben der Computer-Tastatur auch seine Gitarre beherrscht. Er hat ein Lied auf die Stadt an der Schlei komponiert: Eck-Town. Rockig, rauchig und mit viel Liebe vorgetragen. Mit  „Gute Nacht Freunde“, das am Ende von allen gemeinsam gesungen werden sollte, klappte es nicht ganz so gut. Doch dann stimmten ein paar Sänger aus dem Publikum „Der Mond ist aufgegangen“ an und schnell fielen allen ein – während der Mond schon fast bis hinter die Schleiterrassen gewandert war.

Dieses stimmungsvolle Ereignis darf gerne wiederholt werden, darin waren sich die Gäste einig.

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