Tod und Trauer – aber keine traurige Geschichte

Die Entwicklung ist vorhersehbar, aber es ist eine Geschichte fürs Herz. Denn Autorin Sofie Cramer kennt die herzzerreißende Trauer nach dem Tod eines geliebten Menschen, das spürt man mit jeder Zeile. Sie selbst musste schon einmal diese Erfahrung machen. Dies ist das Thema einiger ihrer Bücher. Aber „Alle deine Zeilen“ ist kein trauriges Buch. Denn Sofie Cramer weiß auch, wie ein Mensch die Traurigkeit überwinden kann. 

Die Handlung

Alles scheint perfekt: Marie wird heiraten, ihre Großmutter die Hochzeitstorte backen… Doch noch vor der Hochzeit verliert Marie ihre geliebte Oma, die sie großgezogen hat. Danach kann Marie nicht einfach zur Tagsordnung über gehen. Beim Ordnen des Nachlasses in der Hamburger Wohnung findet sie dann alte Briefe – von Paul Hansen. Der Name sagt ihr nichts, was sie sehr verwundert, denn sie meinte, ihre Großmutter genau zu kennen. Marie schreibt Paul Hansen nach Amrum, sie will wissen, wer er ist und was ihn mit ihrer Oma verband.

Doch die Antworten kommen nicht von einem alten Herrn auf Amrum, sondern von dessen Enkel. Was Marie aber nicht weiß. Auch dieser hat einen Verlust erlitten: Ein Jahr zuvor starb seine Frau. Es entwickelt sich ein reger Briefwechsel und schließlich verspürt Marie das zwingende Bedürfnis, nach auf die Nordseeinsel zu reisen.

Fazit

Das Ende lässt sich ahnen. Aber ehrlich gesagt – ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Die Themen Tod und Trauer gehören zum Leben dazu und sind hier auf angenehm leichte Art und Weise bearbeitet worden. Und weil Maries Oma aus dem Alten Land stammte und weil Liebe durch den Magen geht, gibt’s am Ende noch leckere Kuchenrezepte.

Mehr über die Autorin gibt es auf ihrer Homepage.

Sofie Cramer, „All deine Zeilen“

400 Seiten, 9.99 Euro, Rowohlt, VÖ 1. April 2014

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