Flucht vor der Klatschpresse

Ein witziger Plot, eine sympathische Protagonistin – was will man mehr. In dem Roman von Sandra Lüpkes ist beste Unterhaltung garantiert.

Handlung

Vom Geliebten schmählich im Stich gelassen. Von der Klatschpresse zerrissen. Die Karriere als TV-Moderatorin am Ende. Also flüchtet Jannike auf eine Nordseeinsel (die im Roman keinen Namen hat) und kauft kurz entschlossen ein kleines Hotel. „Und tatsächlich wirkte dieses Fleckchen Erde, als könnte einem hier nichts Schlimmeres passieren als ein Regenschauer oder vielleicht verstärkter Pollenflug im Frühling.“

Lokalkolorit

Die beschriebene Insel kann überall an der Nordseeküste liegen – in Ost- wie in Nordfriesland. Doch die Verhältnisse auf den Nordsee-Inseln ähneln sich, die Insulaner sind vom selben Schlag („Insulaner tragen Fischerhemden, essen Krabbenbrote, trinken Küstennebel und reden kein Wort. Totaler Quatsch, kannste dich von überzeugen.“) und die Autorin schildert Land und Leute treffend wie unterhaltsam.

Die Autorin

Treffsicher zeichnet Sandra Lüpkes das Leben an der Küste – schließlich kennt sie es aus eigener Erfahrung, war sogar selbst einige Jahre Gastgeberin. Das war auf Juist.

Fazit

Es ist ein außerordentlich vergnüglicher wie origineller Plot. Da gibt es filmreife Verwirrungen, ein bisschen Liebe sowie komische und manchmal nachdenklich Momente. Dieses Buch erhellt selbst verregnete Urlaubstage. 

Sandra Lüpkes, „Das kleine Inselhotel“

320 Seiten, 8.99 Euro, rororo, VÖ 2. Mai 2014

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.