Geschichten aus SPO

SPO – das ist für Kenner. Andere sagen immer noch St. Peter-Ording. Die einen fahren hier hin, um spazieren zu gehen. Die anderen, weil es sich gut in der Dünen-Therme relaxen lässt. Aber für Kiter und Surfer ist es ein Kult-Ort. Auch wenn man beiden Sportarten nichts am Hut hat – das vorliegende Buch macht Lust auf das Nordseebad. Und es mehr als ein Bildband…

Text und Foto gehen hier eine außerordentlich gelungene Verbindung ein. Die Fotos sind meist groß, manchmal über zwei Seiten verteilt. Doch es gibt viele Geschichten – noch dazu solche, die man selten gelesen hat. Zum Beispiel über Boy Jöns, den Bernsteinfinder. Rund 24 Stunden nach einer Sturmflut, verrät er, sei der beste Zeitpunkt, um das „Gold des Meeres“ am Strand zu finden. Oder da ist das Porträt über Reimer Dau, „der mit dem Reet tanzt“. Der Dachdeckermeister aus Tönning hat viele Häuser in SPO mit dem natürlichen Material eingedeckt. Und er schwärmt von dem Reet aus Eiderstedt. Das sei besonders gut, denn die Halme sind fest und dickwandig.


Also: Der Badeort hat mehr zu bieten als den langen Sandstrand, den man auch mit dem Auto befahren kann, und die berühmten Pfahlbauten. Aber aufgepasst – diese speziellen Gebäude haben es in sich. Zum Beispiel die „Strandhütte“ – sieben Meter über dem Alltag: Hier kocht Axel Kirchner. Die Geschichte von ihm und seinem Bruder Uwe wird auch erzählt.

Fazit

In Gestaltung und Aufmachung hebt sich das Buch ab – wie es sich für das Werk über einen Kult-Ort gehört. Dazu gibt es am handfeste Tipps. Klasse!

Birgit Radebold, Thomas Ernst, „St. Peter-Ording – Kult-Ort an der Küste“

144 Seiten, 19.90 Euro, Delius Klasing, VÖ 7. Juli 2014

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.