Mit doppeltem Nutzen

Eine Pflanze – viele Möglichkeiten. Sie heilen, dienen Mensch und Tier als Nahrung, lassen sich als Baustoff verwenden verzaubern mit ihrer Schönheit. „Double use“ nennt das Bärbel Oftring. Doppelter Nutzen. 100 Gartenpflanzen mit Mehrfachnutzen hat die Autorin, eine Diplom-Biologin und Redakteurin, zusammengestellt.

Das Werk ist übersichtlich und ansprechende gestaltet. Man kann es als Nachschlagewerk nutzen, es lädt aber auch zum Stöbern ein. Manche Pflanzen und ihr Mehrfachnutzen ist sicher vielen bekannt, wie zum Beispiel der Holunder. Aber wer weiß noch, das die Wäsche früher mit Efeublättern gewaschen wurde, denn die Blätter enthalten reichlich Saponine (Seifenstoffe) und Efeu-Extrakt in Hustensäften enthalten ist? Oder die Goldrute. Sie ist nicht bei allen Gärtner beliebt, da sie stark verwildern und andere Pflanzen verdrängen kann. Aber sie sieht schön in Sträußen aus, ist eine altbekannte Färberpflanze und ihr Kraut wird zur Behandlung von Harnwegsentzündungen genutzt. 

Double-use-Pflanzen können Gehölze, Bäume oder Blumen sein. Auch Beerensträucher. Denn die Johannisbeere bietet nicht nur den Grundstoff für leckere Marmelade, sondern ist auch eine hervorragende Insektenkost und der Tee aus den Blättern lindert Erkältungen.

Fazit

Ein hochinteressantes Buch, nicht nur für Gärtner.

Bärbel Oftring, „Double-use-Gärtnern“

224 Seiten, 29.90 Euro, Haupt Verlag, VÖ 13. Feb. 2017

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