Petra Schier: Vier Pfoten für ein Weihnachtswunder (Weihnachtshund 3) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Laura hasst Weihnachten! Eigentlich wollte sie in ihrem ruhigen Häuschen auf dem Land nur dem Glitzer und Trubel der Adventszeit entfliehen. Und jetzt hat sie sich plötzlich verliebt, in Lizzy, die kleine West Highland Terrier Hündin, in eine vollkommen chaotische Familie und, wenn sie ehrlich ist, auch in Justus, den Sohn ihres Chefs. Laura ist völlig überfordert und sieht nur eine Lösung: Sie muss so schnell wie möglich weg und darf auf keinen Fall zurückblicken … (Verlagsinfo)

Es fängt mit dem Weihnachtsmann an. Huch, denkt man, bin ich im falschen Buch gelandet? Aber nein. Petra Schier hat lediglich eine märchenhafte Geschichte ganz märchenhaft erzählt. Beziehungsweise gibt es drei Hauptgruppen. Die eine sind Weihnachtsmann, Weihnachts-Elfen und Christkind. Die andere sind (ganz irdisch) Laura und die Familie Sternbach. Und dann ist da noch Lizzy, sieben Monate alt und einfach zum Liebhaben. Eine West Highland Terrier Hündin (damit sie sich jeder vorstellen kann, ist ein Westie auf dem Buchcover abgebildet), deren Gedanken die Autorin ganz wunderbar in Worte gefasst hat. Diese Passagen zaubern den Lesern immer ein Lächeln auf die Lippen.

Die Geschichte hört sich jetzt vielleicht ein bisschen abgedreht an. Wer es streng realistisch ist – bitte, man muss das Buch nicht lesen. Wer aber eine magisch-romantische Prise mag (es ist schließlich Weihnachten), der ist hier goldrichtig.

Weihnachtsmann und Christkind wollen Weihnachtshasser

vom Zauber des Festes überzeugen

Ein sehr schwerer Fall ist Laura. Sie hat einen traurig-tragischen Grund, warum sie Jingle-Bells, Lametta und Tannenbäume nicht mag. Außerdem hat sie bei ihrer letzten Arbeitsstelle eine schlechte Erfahrung gemacht. Darum ist sie von der Großstadt in die Provinz zum Familienunternehmen Sternbach gewechselt und soll die Hotels als Marketingchefin nach vorne bringen. Die Sternbachs sind eine große Familie, die zusammenhält. Es wird gemeinsam Plätzchen gebacken, man trifft sich zum Essen und Kartenspielen. Wenn einer in eine Klemme gerät, helfen ihm alle anderen selbstverständlich.

So viel Familie ist für Laura unheimlich, das ist sie nicht gewohnt. Zu allem Überfluss ist sie außerdem gezwungen, sich mit traumatischen Erlebnissen ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Damit alles gut geht, haben der Weihnachtsmann und seine Helfer alle Hände voll zu tun. Ohne die Unterstützung von Lizzy würden sie wohl scheitern. 

Ein Hund und die Familie Sternbach stehen im Mittelpunkt der Weihnachtshund-Serie. Allerdings lässt sich jeder Band einzeln lesen.

Fazit

Petra Schier schildert eine Familie, wie man sie auch Büchern von Nora Roberts kennt: nicht perfekt, aber in der die Mitglieder in Notsituationen sofort füreinander einstehen. Die Charaktere sind mit viel Feingefühl dargestellt, die Handlung ist herzerwärmend, aber nicht kitschig. Der Westie ist sehr gut beschrieben, man sieht den weißen Fellball förmlich vor sich auf und ab springen. Lizzy muss man einfach lieben. Noch dazu, wo sie mit ihren vier Pfoten für das Weihnachtswunder sorgt. 

„Vier Pfoten für ein Weihnachtswunder“, Weihnachtshund Band 3, Petra Schier

306 Seiten, 9.99 Euro, Mira TB, VÖ 1. Oktober 2018

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