Alle Toten fliegen hoch

Joachim Meyerhoff hat eine ganze Serie über seine Kindheit, Jugend und sein Leben geschrieben. Dieses ist der erste Band.

Von einem, der auszog, Schauspieler zu werden – und bei den Großeltern einzieht. Die Kindheit auf dem Gelände einer riesigen Psychiatrie und das Austauschjahr in Amerika liegen hinter ihm, die Schulzeit hat er überstanden, als vor dem Antritt des Zivildienstes das Unerwartete geschieht: Joachim wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht zu seinen Großeltern in die großbürgerliche Villa in Nymphenburg. Er wird zum Wanderer zwischen den Welten. Seine Großmutter war selbst Schauspielerin und ist eine schillernde Diva, sein Großvater ist emeritierter Philosophieprofessor, eine strenge und ehrwürdige Erscheinung. Ihre Tage sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine wesentliche Rolle spielt. Tagsüber wird Joachim an der Schauspielschule systematisch in seine Einzelteile zerlegt, abends ertränkt er seine Verwirrung auf dem opulenten Sofa in Rotwein und anderen Getränken.

Lokalkolorit

Der Vater von Joachim Meyerhoff leitete die Psychatrie in Schleswig. Hier wuchs der Schriftsteller und Schauspieler auf. Seine Romane enthalten damit einen starken autobiografischen Anteil.

Fazit

Joachim Meyerhoff hat seine Kunst, Komik und Tragik miteinander zu verbinden, noch verfeinert. Sein Held nimmt sich und seine Umwelt immer genauer wahr und erkennt überall Risse, Sprünge, Lücken – sagt der Verlag.

Joachim Meyerhoff, Alle Toten fliegen hoch, Kiepenheuer & Witsch, TB, Kindle und HC

Teil 1: Alle Toten fliegen hoch – Amerika. VÖ 14. Februar 2013

Teil 2: Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war, VÖ 8. Januar 2015

Teil 3: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke, VÖ 9. März 2017

Teil 4: Die Zweisamkeit der Einzelgänger, VÖ 9. November 2017

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.