Nicole C. Vosseler: Die Eisbaronin (1) ⭐️⭐️⭐️⭐️

– Bis ans Ende der Welt –

Russland 1822. Katya kann im Eis lesen. Farbe und Klang verraten ihr, wie es beschaffen ist – eine besondere Gabe, die sie mit ihrem Bruder Grischa verbindet. Beide haben große Träume und lassen schließlich die Armut ihres Heimatdorfes hinter sich. Ihre Reise führt sie über die Nordmeere bis nach Hamburg. Zusammen mit den ehrgeizigen Kaufmannsbrüdern Thilo und Christian gründen sie ein Handelsunternehmen. Der kühne Plan: das Eis des Nordens bis in die Tropen zu verschiffen. Doch der Weg zum Erfolg ist mit Stolpersteinen gepflastert, und auch die Gefühle zwischen Katya und dem verheirateten Christian drohen die jungen Eisbarone zu Fall zu bringen. (Verlagsinfo)

Es ist der Auftakt einer Familiensaga. Einer, der neugierig macht. Denn hier wird der Bogen von Russland im Jahre 1822 bis nach Hamburg gespannt. 

Im Zentrum stehen die Geschwister Katya und Grischa. Aus der Einsamkeit und Armut ihrer russischen Heimat gelangen sie über Umwege nach in die Hansestadt, die noch von der Franzosenzeit gebeutelt ist. Die Beschreibungen dieser Zeit sind ein Aspekt, der in anderen Romanen selten Erwähnung findet.

Anschaulich werden die damaligen Lebensbedingungen beschrieben, eindringlich der Überlebenskampf und der Wille der Protagonisten nach einem besseren Leben. Den ermöglicht ihnen der Handel mit Eis – mit großen Blöcken zum Kühlen von Lebensmitteln, die sie jedoch mühsam heranschaffen müssen. 

Fazit

Ein ungewöhnlicher Plot mit einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte zeichnen diesen Historien-Schmöker aus.

„Die Eisbaronin – Bis ans Ende der Welt“, Nicole C. Vosseler

480 Seiten, 10 Euro, Goldmann TB, VÖ 19. August 2019

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