Kurz notiert: „Endstation Ostsee“ von Kurt Geisler

Helge Stuhr ermittelt für Kommissar Hansen im Kieler Problemstadtteil Gaarden, in dem er aufgewachsen und aus dem er vor 30 Jahren regelrecht geflohen ist. Bei seinen verdeckten Ermittlungen lernt Helge das Viertel noch einmal völlig neu kennen. Um unerkannt recherchieren zu können, passt er sich den üblichen Gepflogenheiten des Stadtteils an. Dabei rutscht Helge schnell tief hinein in einen Strudel von Mord, Totschlag und Drogenhandel – und ihm wird klar, dass man weder vor sich noch vor der eigenen Vergangenheit fliehen kann. 

In größeren Städten Deutschlands ist die Kluft zwischen Armut und Reichtum weit verbreitet. Oft entwickeln sich dort kleinere Bezirke oder Stadtteile zu sozialen Brennpunkten. Dazu gehört auch der Kieler Stadtteil Gaarden-Ost,  in dem viele verschiedenen Nationen und Kulturen aufeinandertreffen und zusammenleben. Dieser fungiert als Schauplatz für «Endstation Ostsee«. Darin arbeitet das Ermittlerduo Kommissar Hansen und Frührentner Helge Stuhr gemeinsam an einem Fall. Kommissar Hansen bittet Stuhr im Problembezirk Gaarden verdeckt zu ermitteln, da dieser vor 30 Jahren aus der einstigen Heimat ausgebrochen ist und die Gegend nur zu gut kennt. Während seiner Recherche rückt er immer tiefer in sein altes Viertel und wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Der Autor führt in die kriminellen Machenschaften der Ostsee ein und verbindet die hochspannende Handlung mit einer bitteren, realitätsnahen Thematik. (Verlagsinfo)

„Endstation Ostsee“, Kurt Geisler, Kommissar Hansen Bd. 5

283 Seiten, 12 Euro, Gmeiner Verlag, VÖ 8. Juli 2020

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