Mörderisch gut: 2. FrauenKrimiFestival Rendsburg

Es gibt wieder ein FrauenKrimiFestival in Rendsburg. Zum zweiten Mal nach 2019. Von Freitag, 9. bis Sonntag, 11. Juli findet es im Innenhof des Kulturzentrums Hohes Arsenal statt. Organisiert wurde es wieder von der „Mörderischen Schwester“ Anette Schwohl. 

Es war ein großartiges Festival 2019. An verschiedenen Orten lasen renommierte Krimi-Autorinnen aus ihren Werken. Einige von ihnen sind auch dieses Mal mit von der Partie. Geplant hat Anette Schwohl das Festival noch unter verschärften Corona-Bedingungen. Darum sorgte sie für einen Auftrittsort unter freiem Himmel. Allerdings sind Autorinnen und Publikum geschützt. „Wir haben zwei große Zelte, die wir zusammenstellen und deren Seitenwände wir herunter- oder hochbinden können.“ Sollte es gar regnen, kann in den Bürgersaal des Hohen Arsenals ausgewichen werden.

Für alle Veranstaltungen gibt es bereits jetzt Karten im Vorverkauf. Man kann einzelne Veranstaltungen buchen, aber auch für 40 Euro ein Festival-Ticket kaufen.

Veranstalter sind in diesem Jahr außerdem die Stadtbücherei und die Volkshochschule (VHS) Rendsburg, die ihren Sitz im Hohen Arsenal haben. So ist der Auftakt am Freitagabend eine Veranstaltung im Rahmen des Lesecafés der Stadtbücherei. Anette Schwohl und Christian Gayed tragen British LadiesCrimeClassics vor. 

Hungern und dürsten muss das Publikum nicht. Allerdings: „Dieses Mal ist alles anders“, stellt Anette Schwohl mit Blick auf der Verpflegung fest. Schuld ist – natürlich – Corona. „Kopfschuss“ und „Grünes Gift“ wird es nicht geben. Das waren 2019 die eigens für das Festival kreierten und sehr beliebten Cocktails. Aber das VHS-Catering wird die Gäste gut versorgen, da ist sich Anette Schwohl sicher.

Autorinnen für die Lesungen zu gewinnen war gar kein Problem. Alle sind Mitglied der „Mörderischen Schwestern“ – eine deutschsprachige Autorinnenvereinigung (sie umfasst auch Autorinnen aus der Schweiz und Österreich), die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Sie hat mittlerweile über 600 Mitglieder.  „Alle sind heiß auf Live-Lesungen“,  erklärt die Organisatorin. „Ich freu‘ mich tierisch“ bekam sie des Öfteren zu hören. Und umgekehrt ist das Publikum sicher ebenfalls dankbar für „echte“ Lesungen (nicht nur online).

Dieses Gift war nicht tödlich! Foto: Sabine Sopha

Auf das „Grüne Gift“ müssen die Gäste zwar verzichten, aber nicht auf ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern. 

Heike Denzau aus Wewelsfleht ist wieder mit dabei. Vor zwei Jahren stellte sie einen neuen Ermittler vor. Zum ersten Mal machte sie einen Mann zum Protagonisten – das war für die Autorin ungewohnt, aber ausgesprochen gelungen. Privatdetektiv Raphael Freersen hat Haus und Detektei auf Föhr geerbt. Dabei hängt er doch viel lieber in Londoner Nachtclubs ab. 

Da geht’s lang. Originelle Wegweiser waren in der Stadt zu finden. Foto: Sabine Sopha

„Wir kommen seit fast 30 Jahren jedes Jahr nach Föhr“, sagt Heike Denzau. Sie überlegt kurz. „Es ist wirklich kein Jahr vergangen, in dem wir nicht da waren“, erklärt sie im Interview mit dem „Inselboten“. Die Schriftstellerin kennt die Tatorte also aus eigener Anschauung.

Auch Svea Jensen kennt die Locations, die in ihren Krimis vorkommen. Sie ist ein Fan von St. Peter-Ording.  Die Norderstedter Autorin ist von der Ost- an die Nordsee gewechselt und hat auch ihren Namen geändert. Als Angelika Svensson war sie 2019 Gast auf dem Festival.

hat mit ihrer alleinerziehenden Kommissarin Pia Korittki eine sehr erfolgreiche Ermittlerin. Es ist in diesem Jahr der 16. Fall, den sie löst. Und auch Georg Angermüller ist kein Neuling. Ella Danz schickt in zum elften Mal in Lübeck und Umgebung auf Tätersuche. Allerdings kommt die Autorin selbst nicht aus Schleswig-Holstein. Doch das ist auch keine Voraussetzung für die Teilnahme.

Fenna Williams-Auerbach kommt aus dem Süden Deutschland, aus Wiesbaden. Sie beendet gemeinsam mit Regina Schleheck und Jutta Wilbertz das Festival am Sonntagabend. Die beiden begeisterten bereits 2019 auf dem Festival.

Zum Abschluss ein Ständchen: Regine Wilbertz, Jutta Schleheck, Heike Denzau, Anja Marschall, Anette Schwohl, Angelika Svensson (Svea Jensen) und Ilka Dick. Foto: Sabine Sopha

Wer alle Autorinnen auf einen Schlag erleben möchte, ist übrigens bei der LadiesCrimeNight richtig. Eine Veranstaltung mit Schuss. Denn wenn’s knallt, muss die Autorin ihre Vorlesung beenden. An diesem Abend wie bei allen anderen Lesungen sind natürlich auch männliche Gäste erwünscht. Wenn es Einschränkungen gibt, dann nur Corona-bedingt: „Es gelten die jeweils aktuellen Hygiene-Bestimmungen“, macht Anette Schwohl deutlich. 

  • Alle Autorinnen werden in den kommenden Wochen einzeln und ausführlicher unter der Rubrik „Autoren“ vorgestellt.
  • Einen Überblick über alle Veranstaltungen mit Uhrzeit und Eintritt gibt es unter „Termine“
  • Übrigens: Heike Stepprath ist „fraugoehteliest“. Sie war beim ersten Festival dabei und stellt auf ihrem Blog auch viele der Autorinnen und ihr Bücher vor. Vorbeischauen lohnt sich.

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