Boris Meyn: Der Tote im Fleet (Familie Bischop 1) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Hamburg 1847: Eines Nachts wird zwischen Rödingsmarkt und Nikolaikirche ein unbekannter toter Mann aus dem Fleet gezogen. Die einzige Spur: zwei Ziegelsteine im Gehrock des Toten. Bei seinen Recherchen stößt der Commissarius Bischop auf höchst verdächtige Machenschaften in der Hamburger Politik nach dem großen Brand 1842. (Verlagsinfo)

Wer sich für Geschichte interessiert, insbesondere für die der Hansestadt Hamburg und noch dazu an Architektur-Details Gefallen findet, wird an dieser Krimi-Reihe seine helle Freude haben. „Der Tote im Fleet“ ist der erste Band, der bereits im Jahr 2000 erschien, den ich aber erst kürzlich entdeckt habe.

Die Spur führt bis nach Schleswig-Holstein

Der Schauplatz: Hamburg im Jahre 1847, fünf Jahre nach dem großen Brand von 1842, der viele Spuren in der Stadt hinterlassen hat. Hauptperson ist der Commissarius Hendrik Bischop, der im Fall des Toten im Fleet ermittelt. In der Tasche des Mannes wurden zwei Ziegelsteine gefunden. Aber keine gewöhnlichen – und sie führen den Kommissar auf die Spur der Täter und bis nach Schleswig-Holstein.

Bischop lernt außerdem eine selbstbewusste Frau kennen – und so heißt es in den Folgebänden stets „Familie Bischop“ ermittelt. Das Besondere: Jeder Band spielt in einer anderen Zeit. Auf diese Weise erleben Leserinnen und Leser die baulichen Entwicklungen in der Hansestadt mit. Eine großartige Idee!

Fazit: Boris Meyn verknüpft Zeitgeschichte mit einer Fülle von architektonischen Details – schließlich ist er promovierter Kunst- und Bauhistoriker. Man muss daher aufmerksam lesen, aber man lernt auch viel über die Geschichte der Hansestadt.

“Der Tote im Fleet”,  Familie Bischop ermittelt Band 1, Boris Meyn

288 Seiten, 9.99 Euro, Rowohlt TB, VÖ 1. August 2000

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