Kerstin Garde: Winterzauber im kleinen Katzen-Café ⭐️⭐️⭐️⭐️

Nicht nur für Katzenfans –

Was tun nach einem Liebes-Aus? Lilly hat von der Großstadt genug, und von Männern sowieso. Ihr Traum: ein eigenes Café auf dem Land! Selbstgebackener Kuchen, frischer Kaffee – was gibt es Schöneres? Dann taucht Mr. Maunz auf und bringt ihre Welt völlig durcheinander. Mit viel Charme verwandelt der rote Kater ihren Laden in ein Katzen-Café, das schnell zu einer Sensation wird. Sehr zum Ärger von Baptiste Armault, dessen französisches Bistro seitdem leer steht. Baptiste sieht nur einen Ausweg, er muss Lilly und ihre Katzen so schnell wie möglich loswerden!  (Verlagsinfo)

Dieses Buch ist kein reiner Weihnachtsroman, erst gegen Ende bestimmen Schnee und Plätzchenduft die Szenerie. Aber das tut der Advents-Stimmung keinen Abbruch. Außerdem lässt es sich so gut zu auch im Herbst lesen.

Lilly, 26 Jahre, Informatikerin, ist der Typ graues Mäuschen – hübsch, aber eben unauffällig. So beschreibt sie sich selbst. Dafür hat sie das Herz auf dem rechten Fleck. Denn die Katzen, die sie in den Räumen ihres zukünftigen Cafés entdeckt, dürfen bleiben. Ja, noch viel mehr. Es wird ein Katzen-Café.

„Nun saßen ein spindeldürrer schwarzer Kater mit zwei weißen Vorderpfötchen und einer zerrupften Ohrspitze, die er sich in irgendeinem Revierkampf zugezogen haben musste, sowie eine wuschelige graublaue Perserdame mit sichtlichem Übergewicht vor ihr.“

Viele Szenen zeigen, dass die Autorin die felligen Vierbeiner sehr genau beobachtet hat – schließlich lebt sie mit Katzen (und Freund) in Berlin zusammen. Und wer mit Katzen zusammenlebt, kennt Szenen wie die folgende nur allzu gut:

„Sie hatte versucht, sich so wenig wie möglich zu bewegen, um Mr. Maunz nicht zu wecken. Im Laufe der Nacht war sie von ihm immer mehr an die Bettkante gedrängt worden, so dass er Dreiviertel der Matratze für sich einnahm und in seltsamer Verrenkung vor sich hindöste.“

Doch nicht nur die Katzen haben Lillys Herz erobert. Auch ihr Nachbar gefällt ihr. Doch es gibt zahlreiche Missverständnisse im Miteinander. Aber nicht nur zwischen den jungen Leuten funkt es, auch Rentner Erik Pallaske verliebt sich und setzt sich mit ganzer Kraft für seine Angebetete ein. Es sind diese Nebenschauplätze und die liebenswerten Schilderungen der Umstände wie Personen, die das Buch zu einem Weihnachtsroman machen.

Natürlich schneit es am Ende auch noch:

„Lilly mochte nichts lieber als Schnee. Glitzernde Dächer und verschneite Straßen, strahlendes Flies auf blattlosen Ästen und das herrliche Knirschen, wenn man mit dem Stiefel im Schnee versank. Und es wurden immer mehr und mehr Flocken.“

Fazit

Das Buch ist bereits 2018 unter dem Titel „Frühstück bei KittyCat“ erschienen. Mit einem Glitzer-Cover und dem Untertitel „Romantischer Weihnachtsroman“ ist es jetzt neu aufgelegt worden. Und natürlich eignet sich die stimmungsvolle Lektüre nicht nur für Katzenfans.

„Winterzauber im kleinen Katzen-Café“, Kerstin Garde

248 Seiten, 13 Euro, Piper Gefühlvoll, VÖ 28. Oktober 2021

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