Karen Duve: Weihnachten mit Thomas Müller ‼️

Stoffbär Thomas Müller, der schüchterne Held aus Karen Duves schnoddrig-schnuckliger Weihnachtsgeschichte: Heiß geliebt, aber in der Kälte vergessen. Und das an Heiligabend. Wie soll das alles enden? (Verlagsinfo)

Ein Bär und eine Katze sitzen in der Hamburger Mönkebergstraße. Es war Heiligabend, die Geschäfte hatten schon geschlossen.

„Der Bär hieß Thomas Müller und war kein richtiger Bär, bloß ein Stoffbär – noch dazu ein ramponiertes Exemplar, das um die Ohren reichlich abgeliebt und abgewetzt aussah…“

Damit beginnt das kleine Büchlein von Karen Duve. Es ist schon einige Jahre alt – 2003 erschien es erstmals im Eichborn Verlag mit ganz wunderbaren Illustrationen von Petra Kolitsch.

Erzählt wird, wie Thomas Müller im vorweihnachtlichen Einkaufsstress verloren geht. Verzweifelt hofft er, dass seine Familie ihn wieder findet. Doch es sieht nicht gut aus – und das Bild, wie der pitschnasse Bär auf dem Rand eines Brunnens sitzt, ist herzerweichend. Allein die Katze Sandra Kaiser steht Thomas Müller zur Seite. Und natürlich gibt es dann ein Happy End, allerdings mit ein paar skurrilen Details. Denn wer kennt schon eine Katze, die sich über Pocahontas-Bettwäsche freut?

In der Eichborn-Version reichen einige Illustrationen über zwei Seiten. Und das ist gut so, denn die Zeichnungen mit etlichen Details laden zu längerer Betrachtung ein. Wie schön, dass es durch den Galiana-Verlag eine schöne Neuauflage gegeben hat.

Fazit

Text und Bild ergeben zusammen eine Einheit, die dieses Werk für mich seit seinem Erscheinen zu einem der schönsten modernen Weihnachtsbücher machen.

„Weihnachten mit Thomas Müller“, Karen Duve, Zeichnungen Petra Kolitsch

48 Seiten, 10 Euro, Galiani Berlin, VÖ 13. Oktober 2016

 

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