Lichterketten-Drama am Weihnachtsbaum

Das Fest der Liebe. Tage der Besinnung. Kerzenschein und Gänsebraten. So stellen wir es uns vor, das Weihnachtsfest. Doch bevor es soweit ist, muss das Wohnzimmer geputzt, der Tannenbaum besorgt und als Weihnachtsbaum geschmückt werden.

Der Göttergatte beäugt misstrauisch die vielen Kisten, aus denen seine Angetraute Kugeln in Blau, Rot und Violett zutage fördert. Er will schon das Weite suchen, als die Frau des Hauses ihm eine wichtige Aufgabe zuweist: „Kümmer‘ dich bitte mal um die Lichterkette“. Klar doch, Elektrik ist Männersache. Er schreitet sofort und energisch zur Tat, öffnet die entsprechende Kiste – und würde am liebsten die Flucht ergreifen. Denn er hatte erfolgreich verdrängt, was beim Abtakeln des Weihnachtsschmucks jedes Jahr geschieht: Er war daran verzweifelt, die Lichterkette knotenfrei zu verstauen. So erwartet ihn jetzt ein Wirrwarr von Lämpchen und Kabeln.

Wenn er vorne zieht, verheddert sich die Kette noch mehr. Hat er einen Strang entwirrt, bilden sich zwei neue. Es ist zum aus der Haut fahren! Ein paar stumme Gebete, einige laute Flüche und einen Schnaps später dämmert ihm, warum die weihnachtliche Beleuchtung in Massen angeboten wird. Weil der Kabelsalat in vielen Haushalten die Menschen in den Wahnsinn treibt.

Aber er hat es geschafft. Die Lämpchen leuchten an der Tanne, die Frau behängt sie mit Kugeln und die Kinder freuen sich. Nach Weihnachten, so schwört er sich, wird es dieses Mal anders. Wozu gibt es schließlich auf YouTube etliche Anleitungen und Tricks für eine knotenfreie Aufbewahrung?

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