Rezension – Janne Mommsen: Die Weihnachtsliste

Bewertung: 3.5 von 5.

Die Atmosphäre ist ganz wunderbar. Die Grachten sind gefroren, Lichter funkeln. Friedrichstadt präsentiert sich wie ein Weihnachtsmärchen. Diese Stimmung ist ein großes Plus des Buches. Allerdings bleiben die Protagonisten einwenig blass und manches ist vorhersehbar. ◾️

Verlagsinfo

Vier Wochen vor Weihnachten. Ben Hinrichs soll den Spielzeugladen seines verstorbenen Onkels in Friedrichstadt auflösen. In der verschneiten friesischen Weite wirkt die niederländische Enklave aus dem 17. Jahrhundert wie eine Fata Morgana. Als die Friedrichstädter registrieren, dass sich im Laden wieder etwas tut, strömen sie in Scharen herbei. Onkel Heins Geschäft war ein beliebter Treffpunkt für Kinder und Erwachsene. Auch Trauerrednerin Nintje Hermenau taucht auf. Sie hat Bens Onkel auf seinem letzten Weg begleitet. Im Hinterzimmer des Ladens entdeckt Ben eine Liste von Spielzeugen, die Onkel Hein zu Weihnachten ausliefern wollte. Leider fehlen die Namen dazu. Wie kann Ben allen ihre Weihnachtsgeschenke zukommen lassen? Auf seiner Suche nach den Adressaten wird Ben immer tiefer in die Geschichten der verschworenen Friedrichstädter Gemeinschaft eingesponnen. Nintje unterstützt ihn, abends zischen sie zusammen auf Schlittschuhen über die gefrorenen Grachten. (Verlagsinfo)

Das Buch

Janne Mommsen schreibt Bücher, deren Lektüre wie ein Kurzurlaub ist. Mal First-class, mal eher gediegen. Die Grundgeschichte dieses Romans ist eine nette Idee: Ben erbt überraschend von seinem Onkel, den er viele Jahre nicht gesehen hat.  Die Beschäftigung mit dem Erbe führt ihn in seine Vergangenheit. Warum er welche Entscheidungen trifft, blieb für mich allerdings recht oberflächlich. Am schönsten sind die Szenen, in denen er sich mit dem Spielzeug beschäftigt und die Beschreibungen des winterlichen Friedrichstadts – auch wenn die Grachten schon lange nicht mehr so stark zugefroren waren, dass man dort Schlittschuhlaufen konnte.

Fazit

Ein netter Roman, allerdings nicht der stärkste von Janne Mommsen.

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