Hamburg, Hafen und Geburtstag

Das „Tor zur Welt“ in Büchern ◼️

Hamburg feiert wieder. Und zwar den Geburtstag seines Hafens. Noch bis zum Sonntag, 11. Mai, dauert die gigantische Fete. Es ist der 836. Geburtstag – denn im Jahr 1189 erhielt die Stadt das Hafenrecht.

Ursprünglich diente der Hafen vor allem der Versorgung der Bürger mit Rohstoffen und Lebensmitteln. Während der Hansezeit wuchs der Handel mit dem Ausland. Übrigens: Die Stadt ist dem Bund nie offiziell beigetreten, war jedoch von Anfang an auf dem Hansetag vertreten.

„Der Welthandel und die Gründung von Reedereien und Schifffahrtslinien führten zu erheblichem Reichtum, Aufstieg und Berühmtheit einiger Hamburger Kaufmannsfamilien, die im Wortspiel Pfeffersäcke genannt worden“, heißt es bei Wikipedia.

Das Tor zur Welt wird er genannt und verbindet 950 Häfen in 178 Ländern.

Kein Wunder, dass der Hafen immer wieder Handlungsort für Romane und Krimis war und ist. Hier eine kleine Auswahl, der auf dem Blog vorgestellten Bücher – ohne Garantie für Vollständigkeit. 

Historisch

Der Hafenausbau war bereits 1862 ein Thema. „Der eiserne Wal“ von Boris Meyn ist ein historischer Krimi, der im Hafen- und Werftenmilieu angesiedelt ist. 

Hamburg 1896: Anja Marschall lässt den ehemaligen Kapitän und Kieler Kommissar Hauke Sötje in der Hansestadt ermitteln. „Tod in der Speicherstadt“ bietet interessante Einblicke in die den gigantischen Lagerhauskomplex und seine Funktion.

Christoph Elberns Krimis spielen in den Jahren 1904 und 1907. Protagonist ist der Bakteriologe Carl-Jakob Melcher, die Bücher bestechen durch ungewöhnliche Plots.

1: Der Hafenmörder: Es geht um die Cholera-Epidemie.

2: Tödlicher Schlaf: Die Schlafkrankheit und die Rolle von Robert Koch.

Melanie Metzenthien schildert das Leben der „Hafenschwester“ Martha, beginnend 1892 mit der verheerenden Cholera-Epidemie und dem Weg des Mädchens aus dem Gängeviertel zu einer Krankenschwester. Die folgenden Bände sind zur Zeit des Ersten Weltkriegs und in den 20er Jahren angesiedelt. Spannende Unterhaltung mit gut recherchiertem Hintergrund.

1: Als wir zu träumen wagten

2: Als wir wieder Hoffnung hatten

3: Als wir an die Zukunft glaubten

In den Jahren 1910 und 1911 sind die Geschichten um „Die Hafenärztin“ von Henrike Engel angesiedelt, in denen sich die junge Anne Fitzpatrick als einer der ersten Ärztinnen Deutschlands für die Rechte und Gesundheit von Frauen im Hamburger Hafen stark macht.

1: Ein Leben für Freiheit der Frauen

2: Ein Leben für das Lachen der Kinder

3: Ein Leben für das Recht auf Liebe

4: Ein Leben für die Hoffnung der Menschen

Der Hafen heute

Die meisten Waren, die heute über den Hamburger Hafen umgeschlagen werden, kommen beziehunsweise gehen nach Asien. Insgesamt werden jährlich rund 20 Milliarden Euro erwirtschaftet, mehr als 600.000 Personen sind direkt oder indirekt hier beschäftigt.

„Drogenfahnder haben im Hamburger Hafen eine Rekordmenge an Kokain im Wert von mehreren Milliarden Euro gefunden. Nach dem bisher wohl größten Einzelfund von Koks in Deutschland gab es Durchsuchungen in mehreren Bundesländern“, meldet die Tagesschau am 14. Juni 2024. Für die illegale Einfuhr benötigen die Schmuggler die Hilfe des Hafenpersonals.

Das hat Ben Westphal in seinem Krimi „Elbe Hafen Bulle“ thematisiert.

Ben Westphal ist das Pseudonym eines Hamburger Drogenfahnders. Inzwischen ist er ein erfolgreicher Krimiautor, und sein „Bulle in der Hafencity“ – der pensionierte Drogenfahnder Gerd Sehling – ermittelt mit seinem Kollegen Tim Dombrowski bereits in seinem fünften Fall.

Die Serie nicht nur interessante Einblicke in die Arbeit der Drogenfahnder, sondern auch in die Hafenwelt.

1: Ich war Bulle

2: Bulle bleibt Bulle

3: Elbe Hafen Bulle

4: Der Bulle von Hamburg

5: Der Bulle in der Hafencity

Andreas Kästner hat als Hauptkommissar bei der Hamburger Wasserschutzpolizei gearbeitet. Angélique Kästner ist Psychologin. Gemeinsam schreiben sie Krimis, die durch das Insiderwissen des ehemaligen Polizisten bestechen. Von der Serie Tatort Hafen gibt es bereits zwei Bände.

1: Tod an den Landungsbrücken

2: Tod im Schatten der Elbflut

Im Hafen und drum herum ermittelt der Hamburger Kommissar Thies Knudsen, leitender Ermittler des LKA in Altona, mit Hilfe seines Freundes und ehemaligen Hochseekapitän Oka La Lotse Andresen. Autoren sind Kester Schlenz und Jan Jepsen. Eine ganz besondere Mischung.

1: Der Bojenmann

2: Der Schattenmann

3: Schlick

4: Lieblingsleichen (erscheint 2026)

Fakten

Und eine Liebeserklärung von Maike Brunk: Meine große Freiheit. Wie ich das Glück im Hamburger Hafen fand.

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