Rezension – Bianca und Marco Mewes: Glücksorte für Blütenträume

Bewertung: 3.5 von 5.

Mal ein Blick über den Gartenzaun werfen – welche Gärtnerin und welcher Gärtner holt sich nicht gerne Ideen in Nachbars Garten? In Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen findet an diesem Wochenende die Aktion „Offene Gartenpforte“ statt, zu der Privatleute ihre Gärten öffnen. Wer an diesen Tagen keine Zeit hat, kann sich diesen Führer schnappen und öffentliche Gärten sowie ungewöhnliche Natur-Orte entdecken – Deutschlandweit. 

Verlagsinfo

Vom Schlossgarten bis zur Blumeninsel: 80 blühende Orte in ganz Deutschland laden zum Träumen ein! Ob Tulpen, Goldlack oder Lilien – farbenfrohe Blumenrabatten säumen kunstvoll angelegte Alleen und Springbrunnen, dazwischen formschöne Heckentheater und barocke Skulpturen. Zitrusbäume verströmen neben Rosen und Kräutern ihren Duft und über geschwungene Bogenbrücken schlendert man zu kleinen Tempeln. Inspirierende Gartenkurse und -festivals bringen das Glück auch ins eigene Beet! 

Das Buch

Auf den ersten Blick war ich ein wenig enttäuscht, denn ich hatte einen herkömmlichen Gartenführer erwartet. Doch Bianco und Marco Mewes haben den Bogen weiter gespannt.

„Darum widmen wir uns in diesem Glücksorteband all den Parks und Gärten, in denen man, umgeben von Blumen in allen erdenklichen Farben und den wundersamsten Geräuschen und Düften, die schillerndsten Blütenträume erleben kann.“

Im Norden

Im Norden gehören zu den vorgestellten Orten unter anderem der Bürgerpark in Bremen und die Herrenhäuser Gärten in Hannover. Das sind bekannte Ausflugsziele für Erholungssuchende und Gartenfans. Ebenso wie das Arboretum Ellerhoop in Schleswig-Holstein sowie Planten und Blomen in Hamburg. Nichts Neues also. Neu sind dagegen die „Hängenden Gärten“ des umgestalteten Hamburger Bunkers in der Feldstraße. Auch den Loki-Schmidt-Garten in Klein Flottbek werden nur wenige auf dem Plan haben. 

Etwas irritiert hat mich die Aufnahme des Westküstenparks & Robbariums in St. Peter-Ording. Mit ist dieser vor allem als Tierpark ein Begriff. Aber: „Der Park verfügt außerdem über einen kleinen Erlebnisgarten mit Arboretum, einen Duft- und Fühlgarten und einen kurzen, aber schönen Barfußpfad. Sie sollen die Natur der Nordseeküste mit allen Sinnen erlebbarmachen“, schreiben die Autoren. Okay, wieder etwas dazu gelernt. 

Auch den Nationalpark Jasmund würde ich nicht unter „Blütenträumen“ vermuten. Ebenso wie den Barfußpark in Egestorf. 

Ansonsten

… ist das Buch wie alle „Glücksorte“-Führer konzipiert. Zu jedem Ort eine Seite Bild, eine Seite Text, dazu die Adresse und Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. 

Fazit

Gartenführer gibt es viele. Auch dieser ist nicht schlecht – allerdings irritiert mich dann noch wie vor der Titel. Bei „Blütenträumen“ denke ich nicht an Bonsai-Workshops oder an eine Flechtwerkstatt. Daher Punkteabzug. Etliche der Tipps sind gut. Aber vielleicht wäre ein anderer Buchtitel passender gewesen.

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