Tag des Schlafes

Gut geschlafen? Eine Frage, die man nicht immer mit „Ja“ beantworten kann. Dabei ist guter Schlaf so wichtig – wir alle wissen es. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) hat den 21. Juni zum nationalen Schlaftag erklärt. 

Früher, da hab‘ ich tief und fest geschlafen. Man hätte mir das Bett unterm Hintern wegklauen können, ich hätte es nicht bemerkt. Inzwischen hat die Nacht mehrere Pausen. Ziemlich ätzend. Zumal sich nicht immer nach der Pause der Schlaf wieder einstellen will.

Insofern konnte ich die Schlaflosigkeit von Sophia in „Nachts ist man am besten wach“ gut nachvollziehen. Auch wenn meine Situation eine völlig andere ist.

Frauen sind besonders häufig von Ein- und Durchschlafproblemen (Insomnie) betroffen. Hormonelle Schwankungen, eine erhöhte emotionale Empfindsamkeit und die komplexe Schlafarchitektur während der Schwangerschaft, Mutterschaft sowie Menopause verstärken diesen Effekt zusätzlich, schreibt die DGSM. Und wenn dann noch der Partner schnarcht, ist es extra übel. Die Lösung könnte „getrennte Betten“ lauten. 

Wenn er schnarcht

Kneginja Richter hat dazu eine klare Meinung: „Trotz der gesellschaftlichen Norm, gemeinsam zu schlafen, sprechen viele Ergebnisse für alternative Schlafmodelle. Getrennte Betten oder Schlafzimmer werden oft mit Beziehungsproblemen assoziiert – doch das Gegenteil kann der Fall sein. Individuelle Schlafplätze können die Schlafqualität, das Wohlbefinden und sogar die sexuelle Zufriedenheit verbessern.“

Das Motto des DGSM-Aktionstags lautet in diesem Jahr  „Der Wert von Schlaf“. Schlaf ist genauso wichtig wie Ernährung und Bewegung, aber gesellschaftlich nicht gleichermaßen geschätzt, hat die Gesellschaft festgestellt. Ja, manche Menschen sind geradezu stolz darauf, wenn sie mit weniger als sechs Stunden auskommen. Mit dem Schwerpunkt möchte die DGSM versuchen, die Wertschätzung von Schlaf zu erhöhen. „Wenn ich verstehe, was während des Schlafes in meinem Gehirn vor sich geht, dann begreife ich auch, was ich meinem Körper vorenthalte, wenn ich nicht ausreichend schlafe“, sagt PD Dr. Anna Heidbreder, geschäftsführende Vorsitzende der DGSM. 


Außerdem
Nach einer Studie der DAK (2017) klagen mehr als 80% der Erwerbstätigen zwischen 35 und 65 Lebensjahren überSchlafprobleme. 43 Prozent der Erwerbstätigen sind bei der Arbeit müde, 31 Prozent sind regelmäßig erschöpft, was direkte Auswirkungen auf die Aufmerksamkeits- und Gedächtnisfunktionen, das Entscheidungsvermögen, sowie die Arbeitssicherheit und Unfallhäufigkeit haben. Bereits eine Stunde weniger Schlaf erhöht das Unfallrisiko im Straßenverkehr um 30 Prozent, wer weniger als 4 Stunden geschlafen hat, dessen Unfallwahrscheinlichkeit steigt um das 4,3fache an.

Gesundheitsrisiko

Schlafmangel bringt ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, depressive Verstimmungen und Infektionserkrankungen mit sich. Wer wenig schläft, könnte eher an einer Demenz erkranken. „Wir brauchen also den Schlaf für ein reibungsloses Funktionieren unserer Organsysteme, aber auch für die Aufrechterhaltung der seelischen Gesundheit,“ betont Dr. med. Dora Triché vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM).

Bücher zum Thema

Nein, ich habe sie nicht alle gelesen. Aber das werde ich bei einigen nachholen, z.B. beim Krimi von Melanie Raabe.

„Schlaflose Tage“, Jurek Becker (Suhrkamp)

„Nachts ist man am besten wach“, Kristina Günak

„Schlaf. 100 Seiten“, Frederike Gräff (Reclam)

„Das große Buch vom Schlaf“, Matthew Walker (Goldmann)

„Der längste Schlaf“, Melanie Raabe (btb)

„Der Weg zu erholsamem Schlaf“, Thomas Blaser, Chunmei Yao (Indepentend)

„Schlafen wie ein Höhlenmensch“, Merjin van de Laar, Annika Tschöpe (Gutkind Verlag)

„Schlaflos auf Sylt“, Claudia Thesenfitz (Ullstein)

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