Rezension – Annie Austen: Bücherliebe

Was Bücherregale über uns verraten ◼️

Bewertung: 4 von 5.

Der 9. August ist der Tag der Buchliebhaber. Die Liebe zum Buch hat viele Seiten. Die einen Lesen vor allem gerne, wieder andere erfreuen sich an ihren gut gefüllten Bücherregalen, die meisten verbindet beides. Dann spricht man von „Bibliophilie“. Das Wort setzt sich aus dem Griechischem „biblion“ (Buch) und „philia“ (Freundschaft) zusammen. Wir verstehen unter dem Begriff heute meist Sammler wertvoller Bücher. Doch der Wert eines Buches bemisst sich nicht nur am Preis. Sondern auch an der Bedeutung, die es für den Einzelnen hat. 

Verlagsinfo

Ob wir unsere Bücher nun alphabetisch nach Autoren, nach Genres oder (Himmel bewahre!) nach Farben sortieren – Bücherregale sind die heimlichen Stars unter den Wohnzimmermöbeln. Doch neben vielgeliebten Bücherschätzen bergen sie so manches Geheimnis: Haben wir unsere Sammlung mit der unseres Partners vereint? Behalten wir alle Bücher, die wir gelesen haben, oder nur die am meisten geschätzten? Annie Austen geht den wirklich wichtigen Fragen des Lebens nach: Wie bringe ich Ordnung in mein Bücherregal? Warum sind Shelfies noch immer besser als Selfies? Muss man Bücher unbedingt zu Ende lesen? Und ganz wichtig: Wie überwinde ich die Angst, ein Buch zu verleihen? 

Das Buch

Gut gefüllte Bücherregale üben auf Buchliebhaber eine große Faszination aus. Bin ich in einem fremden Haus mit vielen Büchern, muss ich erst mal schauen, welche Titel vorhanden sind. Zu Hause bedeutet es für mich Entspannung, die Sammlung wieder einmal zu sortieren und in fast vergessenen Exemplaren zu blättern. Es ist eindeutig: Ich liebe Bücher. Ähnlich wie jener Bischof, den Annie Austen erwähnt:

„Bischof Richard de Bury, ein berühmter Bibliophiler des vierzehnten Jahrhunderts und Verfasser des ersten Buches über das Büchersammeln, sah sich gezwungen, »über seine Bücher zu klettern, um in sein Bett zu gelangen.

Vergnüglich hat sich Annie Austen mit der Thematik auseinandergesetzt. Wer eine tiefgründige, seitenlange Analyse erwartet, wird allerdings enttäuscht. Viele kleine Details reihen sich aneinander. Da werden zum Beispiel zehn fiktive Orte der Literatur aufgezählt (Wer kennt Macomb?*) Oder zehn Vielschreiber aufgelistet. Wissen Sie, wer an der Spitze liegt? ** Und es geht um die Lieblingstiteln aus den Regalen von Barack Obama und Marilyn Monroe. 

Fazit

„Bücherliege“ ist kein Buch, das man unbedingt gelesen haben muss. Aber als Buchliebhaber fühlt man sich zwischen den Seiten gut aufgehoben, bestens verstanden und vergnüglich unterhalten.

*Maycomb > „Wer die Nachtigall stört“ von Harper Lee

** Enid Blyton > 762 Bücher

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