Rezension – Tibor Rode: Der Wald

Bewertung: 5 von 5.

Tibor Rode hat bereits zahlreiche Thriller geschrieben. Dieses Werk setzt sich mit zwei hochaktuellen Themen auseinander: dem Artensterben und der KI (Künstlichen Intelligenz). Außerdem beschäftigt es sich eingehend mit der Frage: Haben Pflanzen Gefühle? Hochaktuell und mega-spannend. ◼️

Verlagsinfo

Was wäre, wenn Natur & Technik sich gegen uns verbünden?

Weltweit sorgen anonym verschickte Postsendungen für Aufruhr: Tausende Menschen erhalten scheinbar harmlose Päckchen mit Saatgut. Zwar warnen die Behörden davor, die Samen einzupflanzen, doch da ist es schon zu spät. Eine bislang unbekannte, invasive Pflanze breitet sich in rasantem Tempo aus – und bringt auf der ganzen Welt Krankheit und Tod. Denn sie selbst und ihre Pollen sind hochgradig gefährlich. Der Botaniker Marcus Holland, der auf dem Gebiet der Pflanzen-Neurobiologie forscht, ist überzeugt, dass wir die pflanzliche Intelligenz bislang unterschätzen. Umso mehr fasziniert ihn der Eindringling und jagt ihm gleichzeitig Angst ein. Zusammen mit der Archäo-Biologin Waverly Park macht er sich auf die Suche nach dem Ursprung der Päckchen mit den angsteinflößenden Samen. Die Spur führt von Kanada über China zurück nach Deutschland, wo Marcus und Waverly eine schier unglaubliche Entdeckung machen.

Eine Pflanze, die ein Killer ist und die Menschheit vernichten will 

Können Pflanzen kommunizieren? Rodes Hauptperson, der Botaniker Marcus Holland, sagt: Ja. Die Diskussionen im Buch zu diesem Aspekt sind hochinteressant. Dabei stützt sich Autor Rode auf wissenschaftliche Untersuchungen. Denn das Pflanzen sich über Düfte oder unterirdische Pilznetzwerke verständigen, ja warnen, ist inzwischen erwiesen. Pflanzen sind lebende Wesen – das ist ein Tenor des Buches.

Aber diese Pflanze ist den Menschen nicht wohl gesonnen. Sie breitet sich rasend schnell aus. Die Pflanze wächst innerhalb von wenigen Tagen einen ganzen Meter! Dazu benötigt sich nicht einmal Erde. Selbst auf Beton gedeiht sie. Dabei bleibt sie nicht auf dem Boden, sondern klettert auch. Will man einen Trieb vernichten, wachsen zwei neue nach. Quasi ein pflanzliches Monster. Dass sich zudem zu wehren weiß. Nicht nur, dass bis auf die Früchte alle Teile giftig sind. Ihr Saft führt in Verbindung mit Sonnenlicht zu Verbrennungen auf der menschlichen Haut.

Die Frage, wie diese Pflanze entstanden ist, beschäftigt schnell ein Team von Wissenschaftlern. Die Spur führt nach China und zu einer geheimnisvollen Loge. Und es gibt noch ein weiteres Szenario im kanadischen Wald. 

Mich hat die Thematik, inwieweit Pflanzen kommunizieren können, wozu sie in der Lage sind, sehr fasziniert. Es gibt dazu eine Fülle von Literatur. Wir Menschen verhalten uns gegenüber der Natur wie Killer. Ist es ein Wunder, wenn sie irgendwann zurückschlägt?  Natürlich sind viele Handlungsstränge des Buches darauf angelegt, Spannung zu erzeugen. Die Suche nach dem Pflanzen-Samen erinnert ein wenig an Dan Browns Krimis. Damit trägt „Der Wald“ zurecht die Bezeichnung „Thriller“. 

Der Autor

Tibor Rode setzt sich in seinen Büchern vielfach mit dem Spannungsfeld von Mensch und Natur bzw. Mensch und Technik auseinander. So auch in seinem neuesten Werk „Animal. Sprich oder stirb“

Übrigens: Der Autor lebt im Kreis Pinneberg, in Deutschlands Baumschul-Region. >> Seine Webseite

Fazit

Hier stimmt alles: Charaktere, Spannung, wissenschaftliche Grundlage. Ein Top-Thriller.

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