Es schneit und schneit – Erinnerungen an die Schneekatastrophe

Buchempfehlungen ◼️

Soviel Schnee gab es schon lange nicht mehr in Norddeutschland. Die sozialen Medien quellen über von Schneebildern. Aber es ist ja auch einfach schön, vor allem, wenn dann noch blauer Himmel dazu kommt. Ich selber sitze in Portugal – an der Algarve. Dort gibt es auch ungewöhnlich niedrige Temperaturen, aber keinen Schnee. So wie im portugiesischen Norden, ungewöhnlich viel.

Eis auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Das gab’s zuletzt vor 15 Jahren. ©Henze

Angesichts der vielen Schneefotos und der NDR-Sendungen zur Schneekatastrophe von1978/79 werden Erinnerungen wach. Fotos von damals habe ich, wenn überhaupt, als vergilbte Papierbilder irgendwo in einem Schrank. Aber ich kann mich noch gut erinnern. Mein damaliger Freund war beim DRK und war zum Jahreswechsel im Dauereinsatz. Die geplante Silvesterparty bei Freunden viel aus. Wer auf dem Land wohnte, hatte keine Chance, die Stadt (Flensburg) zu erreichen. Schon der Gang zum Kaufmann geriet zum Abenteuer. Ich selbst war eine der wenigen, die ihren Arbeitsplatz erreichen konnten: Beim „Flensburger Tageblatt“ in der Innenstadt, denn ich wohnte nicht weit entfernt und konnte zu Fuß gehen. Als ich allerdings an einem Tag mal einwenig außerhalb spazierte, verschätzte ich mich. Eine Schneewehe war höher als angenommen. Ich steckte bis zu den Hüften fest und konnte mich nur mit Mühe befreien.

Den letzten schneereichen Winter hatten wir in Schleswig-Holstein wohl 2010. Da trieben sogar Eisschollen auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Wir wollten eigentlich zu einem Boss-Hoss-Konzert nach Lüneburg fahren. Aber unsere Anliegerstraße war so zugeschneit, dass war gar nicht mit dem Auto auf die Hauptstraße kamen.

So manchen Bilder der vergangenen Tage erinnern an die Tage der Schneekatastrophe. Wer sie nicht erlebt hat, konnte am Montag Abend einen Eindruck gewinnen, als das Fernsehen Aufnahmen und Reportagen von damals zeigte. Man kann aber auch zum Buch greifen.

Julia Heinecke erzählt in ihrem Roman „Land unter Schnee“ sehr anschaulich von der damaligen Katastrophe. Eines der besten Bücher zu dem Thema.

Aus der Sicht einer Hebamme schildert Regine Kölpin die Nacht, als der Schnee das öffentliche Leben lahmlegte: „Zwischen Zuversicht und Leben“.

„Schneetage“ von Jan Christophers erzählt eine packende Familiengeschichte, „Unter dem Schnee“ von Katrin Burseg müssen sich die Eingeschneiten mit einem Familiengeheimnis auseinandersetzen. In dem Beitrag „Als Norddeutschland im Schnee versank“ habe ich vor zwei Jahren einige Buchtipps und einen TV-Link gepostet.

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