
Gaza 2014: In einer versteckten Gasse stößt der Fotojournalist Julien auf einen alten Mann, der inmitten von Büchern lebt. Nabil Al Jaber öffnet seine Buchhandlung mit Tagesanbruch, liest auf ihrer Schwelle und schenkt denen, die zu ihm kommen, ein eigens für sie ausgewähltes Buch. Als Julien den Sechsundsechzigjährigen fotografieren will, ermahnt dieser ihn, sich erst die Geschichte seines Lebens anzuhören. Ein Leben, das während der Nakba begann und für das Schicksal eines ganzen Volkes steht. Nabil erzählt von Flucht und Vertreibung, von einem dem Elend abgetrotzten Glück – und von der Literatur, die ihm Halt und Hoffnung gab. (Verlagsinfo)
Der Autor:
Rachid Benzine, geboren 1971 in Kénitra (Marokko) und aufgewachsen bei Versailles, zählt zu den angesehensten Politologen und Islamwissenschaftlern Europas. Als Autor von sechs hochgelobten Romanen und einigen Sachbüchern wurde er in Frankreich und Marokko mit dem nationalen Verdienstorden ausgezeichnet. 2024 erhielt er den Grand Prix du Roman Métis, bei Piper erschien »Als ich ihr Balzac vorlas«.
„Der Buchhändler von Gaza“, Rachid Benzine
144 Seiten, 22 Euro, Piper, VÖ 27. Februar 2026
