Neu – Michael Jensen: Die Schatten der Schuld

Ein Anschlag auf Hamburgs bekannteste Mäzenin, die Reederin Marlene Reinhardt, erschüttert die Stadt. Die jüngste Enkelin der Unternehmerin beginnt, Fragen zu stellen. Und sie findet Antworten in der Vergangenheit. „Die Schatten der Schuld“ verknüpft einen fiktiven Kriminalfall mit authentischen, historischen Fakten. Dabei erlaubt eine packende psychologische Analyse Einblicke in Motive und Sichtweisen von Opfer und Täter. Reizvoll und tragisch zugleich ist die besondere Überkreuz-Situation. Die Figuren, beide geboren gegen Kriegsende, stehen für die untrennbare Verbindung von Trauma und Schuld. Stilistisch zeigt eine präzise, fast minimalistische Sprache in den Rück- blenden das eiskalte Kalkül auf, das der Entrechtung jüdischer Menschen in der NS-Zeit zugrunde lag. In diesem Handlungsstrang steht die Enkelin des Opfers als Perspektivträgerin für eine Generation, für die die NS-Taten zwar faktisch „Geschichte“ sind, die sich jedoch durch das Schweigen und Verdrängen der Eltern und Großeltern weiterhin in der Verantwortung fühlen, das begangene Unrecht aufzuarbeiten. (Verlagsinfo)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen