Neu – Nigel Nicolson: Virgina Woolf

Das sensible Porträt einer ungewöhnlichen Literatin ◼️ 

Als Sohn einer der engsten Freundinnen und Geliebten Virginia Woolfs, Vita Sackville-West, lernte Nigel Nicolson die Schriftstellerin schon als kleiner Junge kennen. Während sie, inspiriert von Nicolsons Mutter, Orlando verfasste, war er ihr ständiger Begleiter. Er lauschte den Diskussionen der legendären Bloomsbury Group, der von Virginia Woolf mitbegründeten Gruppe von Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Intellektuellen. Als er neun Jahre alt war, fragte ihn die damals Vierundvierzigjährige, wie es denn sei, ein Kind zu sein, im Speziellen ein Junge – sie brauchte wohl Inspirationen für die Figur des James in ihrem Roman Zum Leuchtturm . Vor allem aber gab sie ihm damals schon den Ratschlag: »Alles ist erst dann wirklich geschehen, wenn man es beschrieben hat. Schreib viele Briefe an deine Eltern, Geschwister und Freunde und führe ein Tagebuch.« Glücklicherweise nahm Nigel Nicolson sich ihre Worte zu Herzen und widmete sich später selbst der Schriftstellerei. So entstand, über ein halbes Jahrhundert nach dem Tod der großen Autorin, diese achtungsvolle, aber nicht unkritische Biographie. (Verlagsinfo)

„Virgina Woolf“, Nigel Nicolson

224 Seiten, 14 Euro, Kampa Verlag, VÖ 22. April 2026

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