Warum Lesen uns so glücklich macht ◼️

Kenntnisreich, locker und persönlich – so schreibt Meike Winnemuth über ihre Bücherliebe. In etlichen Punkten werden sich manche Leserin/Leser wiederfinden. Sie werden viel über die Lektüre der Bücherfreundin erfahren und am Ende eine Lektüre-Liste finden, die den heimischen Bücherstapel wachsen lassen wird.
Verlagsinfo
Es gibt Bücher, an denen man wächst und solche, an denen man scheitert. Bücher, die einen begeistern, gefangen nehmen, nicht mehr loslassen. Die einen empören, verstören, überfordern, zum Lachen oder zum Weinen bringen. Bestsellerautorin Meike Winnemuth ist zurück und widmet sich nach Weltreise und Garten einer weiteren Passion: dem Lesen. Von Seneca über Tolstoi zu Virginia Woolf und Sally Rooney, von der Bibel bis Fourth Wing liest sie einen Sommer lang alles, was ihr in die Finger kommt. Erfreut sich an Selbstversuchen, trifft andere Leseverrückte, unternimmt Ausflüge in die weite Welt der Literatur. Und findet dabei, was sie nicht gesucht hat. Befindet: Lesen macht das Leben eine Nummer größer. Es schenkt Verbundenheit über alle Grenzen hinweg. Und doch lesen zwei Menschen nie dasselbe Buch.
Ein wunderbarer Buchtitel
“Eine Seite noch.“ Alle Bücherwürmer und Leseratten dieser Welt kennen diesen Ausspruch, diesen Gedanken. Eine Seite noch, weil das Buch doch gerade so interessant ist. Man ist völlig abgetaucht in andere Welten. Und natürlich bleibt es nicht bei der einen Seite …
Bücher über Bücher und das Lesen gibt es inzwischen etliche. Das Besondere an diesem: Meike Winnemuth will nicht erklären, welche Titel gelesen werden sollten. Sie plauderte über ihre Gewohnheiten und über jene Bücher, die sie einen Sommer lang in die Hand nimmt, mit ihnen Zeit verbringt, meist mehrere zur selben Zeit. Oft kommen noch Hörbücher dazu. Ein sportliches Pensum.
„Hast du die alle gelesen?« Nein, natürlich nicht, sonst stünden sie ja nicht hier. Regale sind für mich keine Möbel zur Unterbringung von Gelesenem.“
Geschätzt kennt sie neun von zehn ihrer Bücher noch nicht. Das ist sehr sympathisch. Denn haben nicht viele von uns einen riesigen SuB (einen Stapel ungelesener Bücher) und wissen: Sie müssten mindestens 110 Jahre alt werden, um alle lesen zu können.
Meike Winnemuth erklärt, wie ihre Leseleidenschaft entstanden ist. Erzählt, warum sie eine Jacke extra für Bücher hat. Und berichtet von Bücherreisen – jenen, die ausschließlich zwischen den Buchdeckeln stattfinden und tatsächlichen, wie jener zum Sommerhaus von Virginia Woolf.
Autorin
Ein Gewinn bei „Wer wird Millionär“ machte sie bekannt, denn anschließend ging die Journalistin auf Weltreise und schrieb darüber. Auch ihr Garten-Projekt wurde ein Buch. Heute lebt Meike Winnemuth in Lübeck und in einer Hütte an der Ostsee.
Fazit
Selten habe ich ein Sachbuch mit so großem Vergnügen gelesen. Das mir noch dazu Wissenswertes vermittelt hat, ganz und gar unangestrengt. Wer nicht nur Lesen, sondern auch etwas über diese wunderbare Tätigkeit erfahren möchte, ist hier richtig. Ach ja: Und wie oben erwähnt, gibt es am Schluss der Kapitel die Titel der gelesenen Bücher – und am Ende des Buches „Noch mehr übers Lesen“. Damit der SuB noch höher wird.
„Eine Seite noch“, Meike Winnemuth
208 Seiten, 22 Euro, Penguin Verlag, VÖ 18. März 2026

außer dem Tittel hat mir nichts gefallen. das Buch ist eine Selbstbeweihräucherung .Es wäre schön gewesen, wenn sie bei einigen Titteln genauer gewesen wäre , nicht nur so ein paar Gedankensplitter