Film – Leander Lost: Weiße Fracht

Lost in Fuseta, 3 ◼️

Bewertung: 3.5 von 5.

Die ersten beiden Filme nach den Leander-Lost-Krimis haben mir gut gefallen. Daher habe ich mich sehr auf die dritte Verfilmung gefreut. Allerdings wurde ich enttäuscht. 

Zu viel Krimi

Gleich am Anfang eine für meine Empfindung ellenlange Sequenz, wie Lost, Graciana und Carlos in ein Haus eindringen, weil sie einen Verbrecher dort vermuten. Nun sehen Krimi-Zuschauer so eine Szene ja nicht zum ersten Mal. Sichern, schauen, wieder sichern …. diese Situation ist zwar auch im Buch ausführlich beschrieben. Aber um klarzumachen, dass die drei inzwischen ein eingespieltes Team sind, hätten weniger Minuten ausgereicht. So ist es mir noch mit einigen weiteren Szenen gegangen, die sehr den Krimi-Anteil betonten. 

Zuwenig Lost

Die Lostspezifischen Anteile kamen mir dagegen zu kurz. Auch wenn es herrlich war, wie er seinen Antrag auf Versetzung nach Portugal zurückziehen will und mitten in der Nacht bei der zuständigen Bearbeiterin anruft. Der Dialog wurde fast wortwörtlich aus dem Buch übernommen.

Leider gar nicht zum Tragen kommt die Szene, nachdem Leander Kokain konsumiert hat. Er ist total aufgekratzt, kann nicht schlafen und besucht seine Nachbarn. Diese bitten ihn auf die Terrasse.

„Dort erfuhren sie in den nächsten zwei Stunden alles, was man über die Kolonialisierung des Mars wissen konnte. Zwar nickte die Ärztin nach anderthalb Stunden einmal ein, aber Leander klopfte einfach mit einem Teelöffel gegen sein Glas, damit sie aufwachte und nicht das Beste verpasste.“

Es sind diese Momente, die mir besonders gefallen.

Filmdaten

Deutschland 2026

Regie: Felix Herzogenrath
Redaktion: Niklas Wirth, Christoph Pellander (beide ARD Degeto Film)
Drehbuch: Holger Karsten Schmidt – nach dem Roman „Weiße Fracht – Lost in Fuseta. Ein Portugal Krimi.“ von Gil Ribeiro
Kamera: Dominik Berg
Musik: Sven Rossenbach, Florian Van Volxem
Produktion: 307 Produktion

Laufzeit: 88 Minuten

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Fazit

Die Charaktere der drei Kommissare sind großartig, das Portugal-Feeling gut. Daher kann man sich diesen Film gerne anschauen, darf aber nicht zu viel erwarten.

> Das Buch „Weiße Fracht“

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