Die verborgene Welt der Wikinger ◼️

Wer sich einen Wikinger vorstellt, hat sofort das Bild eines namenlosen Kriegers vor Augen, der von einem Langboot an Land springt und die unglückliche Bevölkerung überfällt. Doch auch wenn solche Figuren heute unseren Blick auf die Wikingerzeit prägen, waren sie in der Minderheit. Dies ist die faszinierend erzählte Geschichte all der Anderen – Kinder, Versklavte, Seher, Handwerker, Reisende, Schriftsteller -, die zudem in der nordischen Welt des Mittelalters lebten.
Eleanor Barraclough zeigt uns die Menschen der Wikingerzeit anhand der Spuren, die sie hinterlassen haben: Ein Kamm, der seinem Besitzer wichtiger war als jede Axt, die Notiz einer wütenden Ehefrau an ihren Mann, der mal wieder in der Taverne versackt ist oder die Kinder-Kritzeleien eines gelangweilten Schülers auf Birkenrinde, die heutigen Kinderzeichnungen bestechend ähnlich sind. Ihr Buch lässt uns in den Alltag der außergewöhnlichen Kultur einzutauchen, die sich über Jahrhunderte hinweg von den skandinavischen Kerngebieten über die abgelegenen Fjorde Grönlands, die arktischen Einöden, die Wasserstraßen und Steppen Eurasiens bis hin zum byzantinischen Reich und dem islamischen Kalifat erstreckte
Hochwertig ausgestattet mit zahlreichen schwarz-weiß und Farbabbildungen neuester Funde, wie Münzen, (Spiel-)Figuren, Kämmen, Gräbern, Eingravierungen uvm., sowie mit einem aufwendig illustrierten Umschlag in edlem Gold. (Verlagsinfo)
„Im Schein von Gold und Feuer“, Eleanor Barraclough
464 Seiten, 22 Euro, Penguin Verlag, VÖ 13. Mai 2026
