Rezension – Anne Barns: Der Duft von Kuchen und Meer

Bewertung: 4 von 5.

Schon der Titel vermittelt Entspannung pur. Allein der salzige Geruch des Meeres mit einem Hauch von Algen-Aroma bedeutet für viele Urlaub. Und wenn dann noch der Duft von frisch gebackenem Kuchen durch die Wohnung zieht – herrlich. Beides zusammen ist eine ultimative Wohlfühl-Kombination. Genau das verspricht der Titel. Und die Erwartungen werden nicht enttäuscht.

Verlagsinfo

Ein Haus auf Amrum! Und das will Oma Undine ihr schenken? Maren kann ihr Glück kaum fassen. Seit ihr Lebensgefährte vor vier Jahren starb, hat die alleinerziehende Mutter es nicht leicht. Und jetzt tun sich plötzlich ungeahnte Möglichkeiten auf. Mit ihrer sechsjährigen Tochter reist die Konditorin auf die bezaubernde Nordseeinsel. Das Reetdachhaus gleich hinter den Dünen begeistert die beiden sofort. Als sie im Gartenschuppen auf einen wunderschönen verstaubten Backtisch stoßen, haben Maren und Leni schon den Duft von Vanille und Butter in der Nase. Doch dann macht Omas Bruder Ocke ihnen klar, dass sie auf Amrum nicht erwünscht sind. Maren möchte die Geheimnisse der Vergangenheit ans Licht bringen. Warum hat Oma Undine damals Hals über Kopf die Insel verlassen und ist nie zurückgekehrt? Bei der Suche nach Antworten lernt Maren neben ihrer neuen Verwandtschaft auch den Insulaner Mattes kennen.

Mit einer Prise Mutmacher

Man spürt den Seewind, man schnuppert den Duft von Apfelkuchen. Stimmungsvoll schildert Anne Barns die Geschichte der alleinerziehenden Konditorin Maren, die von ihrer Oma ein Haus auf Amrum geschenkt bekommt. Es ist die Geschichte von großen Lieben und Träumen, die unerfüllt blieben. Die Geschichte von starken Frauen, die sich von Schicksalsschlägen nicht unterkriegen lassen.

„Aber wir sind stark, wir Frauen in der Familie. Meine Mutter war es, deine ist es, du bist es, und auch Leni wird eine starke Frau werden. Jede auf ihre Weise.“

Maren reist mit ihrer sechsjährigen Tochter auf dem Nordseeinsel und ist von dem Reetdachhaus begeistert. Aber was genau hat es mit dem Haus auf sich? Was verschweigt Oma Undine? Es tauchen viele Fragen auf, nach und nach werden Wunden der Vergangenheit offengelegt. Dennoch ist es kein trauriges Buch, sondern ein echter Wohlfühlroman mit einer Prise Mutmacher.

Zum Wohlfühlen und Entspannen

Wenn man die Bücher von Anne Barns liest, läuft einem eigentlich regelmäßig das Wasser im Mund zusammen. Die Lektüre umweht vielfach der Duft von Gebackenem. Denn Anne Barns, die eigentlich Andrea Russo heißt, liebt nicht nur das Meer, sondern backt auch gerne. Sowohl in ihren Büchern als auch auf ihrer Webseite finden sich leckere Rezepte zum Nachbacken.

Die Titel ihrer Bücher tragen nicht ohne Grund Titel wie

„Ein Apfelbaum am Meer“ (spielt auf Juist)

„Kirschkuchen am Meer“ (Norderney)

„Ein Apfelbaum am Meer“ (Juist)

„Honigduft und Meeresbrise“ (Ahrenshoop)

oder ihr neues Buch: „Der Geschmack von Sommer und Karamell“ (Amrum)

Also: Am besten Kekse und/oder Kuchen bereithalten. Dann bequem machen – und entspannen!

Fazit

Allerbeste Entspannungs-Lektüre. Egal ob im Strandkorb, auf der Sonnenliege oder auf dem Sofa.

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